Obermain Live
Bad Staffelstein
Pustertal Live
3 Zinnen Südtirol
Lapinprogres

Vierzehn Nothelfer Strahlenkranz
(bitte klicken)
Holzschnitzerei Simeoni
"Die Schnitzstube"
Bahnhofstraße 16
96231 Bad Staffelstein
Tel.: 09573 / 7526
E-Mail: hier klicken
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag:
9.00 - 12.00 Uhr & 14.00 - 18.00 Uhr
Samstag:
9.00 - 12.30 Uhr
holzschnitzereien bayern bahnhofstraße Woodcarving Kunsthandwerk die 3 zinnen Grödner Schnitzereien Franken dobbiaco Simeoni Holzfiguren Schutzpatrone Werner Simeoni restaurationen toblach Gröden Lichtenfels Engel Heiligenfiguren Grödner Tal Rohlinge Jesus Kreuze schützenscheiben Bad Staffelstein
Entstehung einer Holzschnitzerei
Richtige Pflege Ihrer Holzfiguren
Holzschnitzerei ist ein klassisches Kunsthandwerk, das während der Jahrhunderte durch die Holzschnitzer Österreichs, Deutschlands,
Italiens und der Schweiz ständig weiterentwickelt wurde.
Die Entstehung des Südtiroler Holzschnitzergewerbes geht auf das Mittelalter zurück. Frühester Hinweis hierfür ist, das bereits im frühen 11.Jahrhundert
Spielzeug aus Holz in Norditalien geschnitzt wurde.
Seitdem nahm von Jahr zu Jahr die Zahl der geschickten und kunstbegabten Schnitzer zu und die Entwicklung vom Hausrat und Spielzeug zum religiösen Kunstwerk bis zu dekorativen Sammlungen und Kollektionen der heutigen Zeit schreitet laufend weiter voran.
Die Kunst des Holzschnitzens, von Generation zu Generation liebevoll weitergegeben, verhalf den Familien dieser Regionen Europas zu dem gegenwärtigen hervorragenden Ruf und außergewöhnlichen Erfolg auf diesem Gebiet des Kunsthandwerks. Während sich der Gedanke und der Wunsch, Holz zu kunstvollen Schnitzereien zu gestalten, in den Generationen vererbt, muss die Fertigkeit der Behandlung des Holzes erlernt werden.
Nach einer 3-jährigen Ausbildung in einer Schnitzschule folgen vier Jahre Lehrzeit. Während dieser Lehrzeit entwickelt der Kunsthandwerker seinen eigenen, individuellen Stil. Aus dieser einzigartigen Vielfalt entsteht die faszinierende Mannigfaltigkeit des heutigen Angebots an Holzschnitzkunst.
Über die Jahre hinweg haben die Bildhauer gelernt, heutige Technologien zu nutzen, um die Qualität ihrer Figuren noch weiter zu verbessern. Heutige moderne Technik in der Hand von Künstlern hat hochwertigste Holzschnitzereien hervorgebracht.
Die Entstehung einer Holzschnitzerei Schritt für Schritt: Künstler fertigen Entwürfe für die Holzschnitzereien an. 1.Bevor das Holz zum Schnitzen verwendet werden kann, entwirft der Künstler ein dreidimensionales Lehmmodell anhand der Entwurfs-Zeichnung. Nach diesem Tonmodell schnitzt er das Original Meistermodell. Wenn das hölzerne Modell als gelungen empfunden wird, sucht sich der Holzschnitzer geeignete Holzstücke, um aus diesen identische Figuren zu schnitzen. 2.Während der Schnitzer diese Vorarbeiten leistet, wird das Holz einem langwierigen Qualifizierungsprozess unterworfen. Zunächst werden ausgesuchte Ahorn und Lindenstämme gefällt. Diese müssen mindestens 75 Jahre alt sein. Ungeeignete und knotige Stücke werden aussortiert. Dann muss das Holz einem natürlichen Trocknungsprozess von mindestens 4 Jahren unterworfen werden, bis es nur noch eine Restfeuchtigkeit von 8 -12 % hat. Der Trocknungsvorgang ist von höchster Wichtigkeit, da er erstens das Reißen des Holzes verhindert und außerdem die feine Maserung des Holzes besser zum Vorschein kommen lässt. Deshalb wird der Trocknungsprozess sorgfältig überwacht, damit man sichergeht, dass das Holz jeder Schnitzerei für immer lebendig bleibt, ohne unter Feuchtigkeit und "dem Zahn der Zeit" zu leiden. 3. Die so behandelten Hölzer werden in verschieden große Blöcke geschnitten.
Der
Bildhauer sucht sich aus ihnen die am besten geeigneten
Stücke für seine Figuren aus. Die Mitte des Stammes, der Kern, kann
kaum verwendet werden, da er in höherem Maße rissgefährdet ist
als die Seitenteile. Deshalb haben sich die Bilhauer in früheren Zeiten
damit beholfen, dass Sie eine Figur aus dem ganzen Stamm geschnitzt
und dann später von hinten her ausgehöhlt haben.
In der heutigen Zeit werden die Hölzer verleimt.
Ahorn ist das am meisten verwendete Holz, da es aufgrund
seiner hellen Tönung und
seiner feinen Maserung sehr geschätzt wird. Außerdem hat
der Ahornholz eine harte Struktur und wenig
Astknoten. Die größeren und schwierigeren Holzschnitzarbeiten werden
allerdings aus Lindenholz gefertigt. Auf der
Drehbank (oder Fräse) bekommen die ausgesuchten Holzblöcke die
Silhouette des Originalmodells in grobem Umfang.
4. Nun bearbeitet der Bildhauer den
Rohling. Diese schwierige, detailgenaue Arbeit verlangt einen
geschickten Bildhauer, voller Hingabe.
5. Die tadellos geschnitzten Figuren
werden liebevoll bemalt. Einige Figuren werden vergoldet oder nur leicht
gebeizt, damit der natürliche Charakter des Holzes
erhalten bleibt. Obwohl jedes Stück nach dem
Meistermodel gefertigt wird, hat jede Figur ihren eigenen Ausdruck
und ihren besonderen Reiz.
Zur richtigen Pflege Ihrer Holzfiguren, ist eigentlich nicht viel nötig.
Es genügt vollkommen, die Figuren von
Zeit zu Zeit mit einem Pinsel abzustauben.
Bitte benutzen Sie bei Holzwaren mit Farbanstrichen keine
Haushaltsreiniger oder
aggressive Putzmittel!
Da Holz die Eigenschaft hat
Feuchtigkeit aufzunehmen, ist es
ratsam unbehandelte Holzschnitzereien nicht in allzu
feuchter Umgebung aufzubewahren.
Auch extreme Temperaturschwankungen sollten vermieden
werden.
Lassen Sie ältere Sammlerstücke nur von Fachleuten
restaurieren.
Wenn Sie dies beherzigen, werden auch noch Ihre
nachfolgenden Generationen viel
Freude an den Schnitzereien haben.