Winterzeit

Dezember...Zeit der Dunkelheit......Monat der Hoffnung, der Wünsche und Träume...
Weihnachtszeit....Zeit des inneren Lichtes.....und der Wiederkehr...und glänzender Kinderaugen.
Zeit der Engel....
Winterzeit....Zeit der Stille und der inneren Einkehr....Innenschau halten, hineingleiten in unsere Tiefen, um Gedanken in Ruhe zu betrachten und reifen zu lassen.

Auch die Natur kommt in dieser Zeit zur Ruhe...leise tanzende Schneeflocken bedecken sie zärtlich mit einer glitzernden Decke die uns in tausend funkelnden Sternenlichtern entgegenstrahlt. Mutter Erde sammelt Kraft und genießt die Ruhe unter der wärmenden Schneedecke. Die Natur kann ein Spiegel unserer inneren Seelen-Natur für diese besondere Jahreszeit werden.

Winterzeit

Lange Winterabende laden zu spirituellen Aktivitäten, Meditationen, Geschichtenerzählen und kreativen Tätigkeiten in der warmen Stube ein.
Ein stiller Abend bei Kerzenlicht und sanften Musikklängen lässt uns die Hektik des Alltags, die bei so vielen Menschen in den Weihnachtstagen aufkommt, vergessen....

„Schaue in die Flamme der Kerze und spüre die Wärme und das Licht. Der Feuergeist tanzt für uns und schenkt uns ganz selbstverständlich Licht und Geborgenheit.
Lasse die Gedanken, die jetzt kommen weiterziehen, ohne sie zu beurteilen oder sie festzuhalten.
Schließe nun die Augen und schaue in dein Inneres,  spüre dort auch das Licht und die Wärme in deinem Herzen.
Fühle die Liebe und das Licht in deinem Herzen und sei wie die Kerze, gebe dein Herzenslicht an die Menschen weiter. Sende den Menschen, die dir in den Sinn kommen dein Herzenslicht. Lasse den Lichtstrahl größer und weiter werden und sende ihn in die ganze Welt hinaus.
Das ist der Sinn unseres Lebens - die Liebe.

Sitze noch eine Weile still, bevor du die Augen wieder öffnest und den Raum in ein warmes Licht des Kerzenscheins gehüllt,  wahrnimmst und dann ganz bewusst wieder zurückkommst.“


Schauen wir in die äußere Natur erkennen und fühlen wir auch dort die besondere Jahreszeit....
Unsere Pflanzenwelt schützt sich vor Eis, Schnee und klirrender Kälte selbst.
Pflanzen bestehen aus vielen einzelnen Zellen. Damit das Wasser in diesen Zellen im Winter nicht gefriert, bilden Pflanzen ein eigenes „Frostschutzmittel“ aus der Energie die sie im Sommer aus Wasser und Mineralien gebildet haben.

Die heimischen Tiere, die nicht in den Süden fliegen können,  haben sich ein dickes Winterfell zugelegt, sie bewegen sich weniger, um ihre Kräfte zu sparen und um so weniger Nahrung zu brauchen. Der Dachs, das Eichhörnchen und der Maulwurf halten Winterruhe und machen sich nur manchmal auf zur Nahrungssuche. Echte Winterschläfer sind Igel, Siebenschläfer, Fledermäuse und Murmeltiere und bei diesen Tieren ist es wichtig, sie nicht zu stören, denn Aufwachen kostet Energie. Sie brauchen dann Futter und das kann tödlich enden.

Winterzeit

Eine ganz besondere Zeit - die Raunächte

In diesen verheißungsvollen Nächten soll die Perchta  um die Häuser ziehen....die wilde Jagd der Frau Percht mit ihrer Schar und ihren Hunden! Ihr Name kommt ursprünglich aus dem Keltischen: Peraht und heißt hell. Sie wird auch gleichgesetzt mit der Frau Holle.

Frau Percht, die Urmutter, die Hüterin der Seelen holt in den Raunächten die Verstorbenen in ihr Reich heim. Doch ist es auch ihre Aufgabe bei den lebenden Menschen zu schauen, ob alles in Ordnung ist oder jemand Hilfe braucht!
Sie ist die Lichtbringerin und Hüterin des Feuers in der Dunkelheit,  der Nacht und Kälte des Winters. In den Raunächten zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar hebt sie die Schwellen zur Anderswelt auf und macht die Wirklichkeitsebenen transparent. In die Dunkelheit des Jahres bringt sie uns prophetische Träume und die Tagesqualitäten dieser Zeit stehen jeweils für einen Monat des kommenden Jahres. Sie bringt uns Seelenheil, Fruchtbarkeit und Reichtum, nimmt aber den Gierigen und Machthungrigen die Kraft und durchtrennt ihre Verbindung zum Göttlichen.

In diesen Nächten wird jeden Abend traditionell geräuchert, mit dem Dank für das vergangene Jahr und den Wünschen und Hoffnungen für ein kraftvolles neues Jahr! Alle Kräuter, die mit der Sonne stark verbunden sind oder für Schutz stehen,  eignen sich für das tägliche Räucherritual in den Raunächten.

Sonnenkräuter wären z.B. Ringelblumen, Johanniskraut, Königskerzenblüten
Schutzkräuter sind Engelwurz, Mistel, Salbei, Fichtenharz, Holunderblüten oder – rinde,  Alantwurzel,  Beifuß oder Schafgarbe
Kräuter für den Segen wären Mariengras und Myrrhe

2 Teile der Kräutermischungen werden mit je 3 Teilen Weihrauch und Mastix gemischt.

Achte besonders in diesen Tagen auf deine Gedanken, denn sie werden mehr als zu anderen Tagen des Jahres zu deinen Taten!


Mit dem 13.Vollmond des Jahres,  an Silvester verabschieden wir mit dem alten Jahr Vergangenes  und empfangen Neues...fühlen in unser Innerstes....spüren unsere Sehnsüchte, lassen Altes gehen und gleiten in ein lichtvolles Neues Jahr.





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