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Imbolc, das keltische Frühlingsfest, das am 1.Februar gefeiert wird, birgt im Jahreskreis eine besondere Kraft...die Tage werden länger, es wird wieder heller und die Kraft des wiederkehrenden Lichtes nimmt spürbar zu. Kaum ein Mond strahlt heller, als der Februarvollmond. Die jährliche Wandlung der Göttin beginnt, die dunkle Hag, die Hüterin der Unterweltmysterien wandelt sich zur Frühlings-und Fruchtbarkeitsgöttin Birgid. Birgids Gaben an die Natur und an uns Menschen sind Feuerkraft, Heilkraft und Inspiration.
Es ist an der Zeit, uns aus der winterlichen Enge und Dunkelheit zu befreien, das Abklingen der Kälte läßt uns hoffnungsvoll die Wiedergeburt des keimenden Lebens unter der Erde erahnen. Den Samen, den wir im Herbst der Erde anvertrauten, lag beschützt in ihrem Inneren und ist nun aufgegangen. Verwelktes wird entfernt und schafft Platz für Neues..auch für uns ist die Zeit der Reinigung gekommen..Frühjahrsputz in Haus und Garten und für unseren Körper!
Den winterlichen Ballast loslassen und sich stärken für den Weg ins Frühjahr..ein Neubeginn wird vorbereitet und ein wunderbares Gefühl der Frische und Energie breitet sich aus...
"....lasse deinen Körper von reinigendem kosmischen Licht durchströmen..jede Zelle deines Körpers..danke liebe Sonne für dein Licht, für die Freude und dafür das wir deine Kraft wieder mehr und mehr spüren dürfen...durchströme meine Gedanken und Gefühle und lasse mich alte Muster abgeben und Neues annehmen..."
SURYA NAMASKAR
oder der SONNENGRUSS, besteht aus einer Folge von 12 Yogastellungen, wobei die Wirbelsäule in verschiedene Richtungen bewegt wird. Diese ausgezeichnete Aufwärmübung macht unseren Körper gelenkig, reguliert die Atmung und fördert die Konzentration.
Der Sonnegruß läßt unsere Lebensenergie fließen, er wirkt vitalisierend und reinigend, löst Blockaden und macht frühjahrsfit!
Am 20. + 21. März feiern wir zu Sonnenaufgang die Frühlingstag-und Nachtgleiche. Wir begrüßen in aller Stille den Sonnenengel, der auf die Erde herabsteigt.
Von nun an sind die Sonnenstunden länger als die Zeit der Dunkelheit und wir feiern den Beginn des Frühlings, der in der Natur von Tag zu Tag sichtbarer wird. Ostara, die Göttin des Wachstums und der Auferstehung, die das Weltenei gebar, gab ihren Namen dem christlichen Fest Ostern. Aus dem Dotter des Welteneis entstand die Sonne, aus der Schale entstanden Himmel und Erde. So versteckt man zu Ostara bunte Eier und der Hase, Mondtier und das Symbol für Fruchtbarkeit bringt den Kindern die bunten Ostereier. Die Germanen widmeten dieses Fest Freya, der Göttin der Fruchtbarkeit und Thor, dem Gott des Lichtes.
Wir verbinden uns mit der Urkraft der Erde, bereiten sie darauf vor, den Samen für neues Wachstum zu empfangen und sehen zu wie aus dem Allerkleinsten wie ein Wunder Großes wächst.
Ein wunderbares Ritual kann uns in die neue Zeit begleiten, in dem wir uns symbolisch von Altem lösen...das kann ein gesammeltes Holzstück sein, das im Feuer verbrannt wird und wir zusehen, wie es sich in Rauch verwandelt und in den Himmel aufsteigt...
"Wie anders wirkt dies Zeichen auf mich ein!
Du, Geist der Erde bist mir näher;
schon fühl`ich meine Kräfte höher,
schon glüh`ich wie von neuem Wein,
ich fühle Mut, mich in die Welt zu wagen,
der Erde Weh, der Erde Glück zu tragen."
Johann Wolfgang von Goethe
Die "Neunkräutersuppe" der Kelten und Germanen war Teil eines Verbindungsrituals mit der erwachenden Vegetation und weckte die Lebensgeister dieser Bauernstämme im Frühjahr. Sie beinhaltet die ersten Wildkräuter des Jahres. Heute isst man die etwas bitter schmeckende grüne Suppe am Gründonnerstag zum Gedenken an die Leiden unseres Heilands. So ist sie auch als "Gründonnerstagssuppe" bekannt. Ich schätze die "grüne Neune" sehr , denn sie vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit, kurbelt den Stoffwechsel an und reinigt das Blut.
Hier mein Rezept:
junge Triebe von Brennessel, Giersch, Vogelmiere, Gänseblümchen, Löwenzahn, Wegerich, Sauerampfer, Bärlauch und Taubnessel säubern und kleinhacken, einige Kräuter beiseitelegen.
Zwiebeln und Knoblauchzehen kleinhacken, in einem Topf in Butter glasig andünsten, vorsichtig mit Vollkorndinkelmehl bestäuben und mit Gemüsebrühe und evtl. 2 EL Milch, aufgießen, nun die 9 Kräuter hinzufügen und gut verrühren und köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren mit einem Sahnehäubchen und Kräuter dekorieren.
Beltane-Walpurgis-Das Siegesfest der Sonne, an dem in der Nacht zum 1.Mai die Naturgeister tanzen und das Elfenvolk singt. Betörende Düfte strömen durch die zart gefärbte Natur.
Walpurgis, eine heidnische Göttin war die Maikönigin.
Bei den Kelten das wichtigste Fest überhaupt - Beltane - Fest der strahlenden Sonne; bel besdeutet strahlend, leuchtend und tane, tene ist das "Licht" oder das "Feuer"! Der keltische Lichtgott trägt den Namen "Bel", "Belenos" oder "Baldur" . Am 1.Mai begann für die Kelten das Sommerhalbjahr. Er liegt zwischen Frühlingstag-und Nachtgleiche und Sommersonnwende. Ein fröhliches Fest des Lebens und der Fruchtbarkeit der Erde, die Dankbarkeit an die Schöpfung wurde in Tänzen, mit Gesängen und Ritualen ausgedrückt.
Der Brauch des Maibaumaufstellens ist uns bis heute erhalten geblieben. Eine Birke als Fruchtbarkeitssymbol, festlich geschmückt mit einem Kranz aus frischem Grün und bunten Fahnen. Die kultische Bedeutung dieses Brauchs ist leider oft nicht mehr bekannt, wenn man sich in den Dörfern zum Maifest trifft. Der Baum, Symbol eines Phallus, der Kranz, Symbol der Vulva und das frische Grün als Zeichen der Fruchtbarkeit und des Wachstums, wurde in die lebendige Erde gerammt und versinnbildlichte so die Vereinigung und das Entstehen neuen Lebens.
Es wurde orakelt und mit Bilsenkraut ( kelt. Belenuntia ) und Lerchensporn geräuchert. Mit Waldmeister segnete man und verwendete ihn zusammen mit dem Bilsenkraut für weinähnliche Getränke. Auch heute lässt uns eine Maibowle, mit Waldmeister angesetzt in der Walpurgisnacht jubelnd in den Mai tanzen...
Himmel und Erde lieben sich und auch die Kinder, die in dieser Nacht gezeugt oder geboren werden, stehen unter einem besonderen Schutz und Segen der Schöpfung. Für die Kelten waren diese Kinder heilige Kinder der Götter.
In der Nacht wurden alle Feuer gelöscht und erst zu Sonnenaufgang, entzündete man rituell mit neunerlei Hölzer und dem Feuerquirl das Beltainefeuer.
"Entzünde das Feuer in dir...lasse deine Lebensenergien hochsteigen...verbinde dich mit dem Leben...mit der Erde...sie braucht uns...sie nährt uns...und du nährst sie. Der Mai ist der Monat des Wachsens, der Vereinigung und Fruchtbarkeit...deine Pläne sind es wert gelebt zu werden...überlege dir, mit wem und was du deine Kräfte verbinden möchtest..."
Ein schöner Brauch mit Kindern ist es, eine lange, phallusförmige Kerze, geschmückt mit Gänseblümchenketten aufzustellen und mit einem kleinen Ritual zu entzünden.
Dazu gibt es alkoholfreie Maibowle:
Einen Bund frischen Waldmeister in 1 Liter Apfelsaftschorle hängen und einige Stunden ziehen lassen.