Traditionell Bogenschiessen
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Der Biber fängt mit dem Bogenbau an…
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Wenn der Bogen zerbrochen ist, dann geh ein Bier trinken
Rattan und Peddigrohr sind Holzstäbe aus dem Stamm von Rotangpalmen (Calamus)
In Oberfranken wird Peddigrohr, ein Holz der lianenartig wachsenden südostasiatischen Rotangpalme, traditionell zur Korbmöbelherstellung verwendet. Das Material wird in dieser Region für seine äußerst gute Widerstandsfähigkeit, gepaart mit Elastizität, sehr geschätzt. In der deutschen Korbstadt Lichtenfels in Oberfranken werden aber nicht nur Korbmöbel aus Rattan daraus hergestellt, es entstehen auch Lang- und Recurvebogen in der Bogenbau Werkstatt Simeoni. Wie diese faßt unzerbrechlichen Bogen ganz leicht selbst herzustellen sind, zeige ich in der folgenden Bilderserie.
1. Was brauche ich alles für den Bogen? Die Bogenbau Anleitung:
Für den Sehnenbau gibt es eine eigene Seite. Bogensehne »
Bogenbauanleitung Bilderserie (Bilder anklicken!)
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Rattanstab bei 135cm absägen. Die Beschreibung kann man auch für andere Längen verwenden. |
Der Griff wird aufgezeichnet. Beim 135cm Bogen mache ich 8cm (Kinderhand). Von der Mitte nach unten 6cm und nach oben 2cm. 2cm über der Mitte nach oben entsteht später die Pfeilauflage. |
Der Bogenbauch wird mit dem Ziehmesser grob herausgearbeitet. Vom Griffende entsteht ein Radius von ca. 100mm bis ca. 5mm über der Mitte (das wird erst später beim tillern weniger, denn bei Manau hat man schnell zuviel weg). Nach hinten in einer geraden Linie (oder Bogen, je nach Geschmack und späterem Tiller) bis 5mm unter die Mitte. |
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Nun bekommt der Bogen seine Form in der Draufsicht. Erstmal die Mitte anzeichnen. |
Der Bogen geht mit dem vollen Ø gerade weiter. Bei 20cm nach Griffende wird eine Markierung angebracht... |
...und nach hinten schräg angezeichnet. 20mm breit in der Draufsicht. |
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Das prima Wetter veranlasst dazu draußen auf dem Schnitzbock weiterzuarbeiten. Die Kontur wird mit dem Ziehmesser und später mit dem feineren Ziehhobel ausgearbeitet. |
Der komplette Bogen bekommt nun einen Radius angebracht. Zuerst wird der Bogenrücken so verrundet, daß der Stab von der 20cm Anzeichnung scheinbar so gewchsen bis nach hinten halb verrundet ist. |
Auf dem Bogenbau wird etwas weniger verrundet, denn hier nacher sowieso noch Material abgearbeitet. Durch die Verrundung kann ich aber schon mal einen ersten Biegetest machen. Viel Material braucht man jetzt nämlich nicht mehr wegzunehmen. Stelle das Bogenende auf den Boden, halte das andere Ende mit der Hand und drück im Griffbereich durch. |
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Der Bogen biegt sich nun schon schön durch und nun wird der Griff mit einer Groben Raspel herausgearbeitet. |
Da ich den Bogen für einen Bogenbaukurs fü Kinder baue, habe ich 2 Pfeilauflagen herausgeraspelt. Für Links- und Rechtshänder. Die Pfeilauflage liegt genau in der Mitte des Bogens. |
Das beste Werkzeug für Sehnenkerben ist eine Fliesensäge. Ca. 15mm vom Ende im 45º Winkel so weit einschneiden bis das Sägeblatt sich mit der Aussenseite deckt. Zum Bogenbau hin etwas auslaufen lassen. Als Sehne kann man vorerst eine starke Schnur mit angebundenen Schlaufen nehmen. |
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Tillern. Je nach Zugkraft für einen Kinderbogen oder Erwachsenenbogen wird der Manaurohling nun getillert = vorsichtig Material auf dem Bauch abnehmen und auf dem Tillerstöck prüfen bis es paßt. |
Mit Recurve: unter Dampf im Kochtopf (siehe Osage Bauanleitung) wird nun ein Ende ca. 20 Minuten aufgeweicht. Danach über einer Form biegen und in diesem Zustand erkalten lassen. |
Der mit 80er Körnung geschliffene Bogen wird nun mit dem Heißluftföhn getempert = erhitzen. Damit erreicht man das das Material härter wird. Vorsichtig und nicht zuviel (keine schwarzen Stellen). |
Bild folgt! |
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Mit 100er Schleifpapier bekommt der Bogen nun eine saubere Oberfläche. Danach beize ich das Holz. Ist die Beize trocken nochmal mit 180er drüber und dann ölen. |
Der Bogen ist fertig und schiesst prima :-) |
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Feedback!
Konntest du mit der Beschreibung etwas anfangen oder hast du du irgendeinen Unfug entdeckt? Bitte sags mir: bogenbaukurs [äd] simeoni.de