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Traditioneller Bogenbau und Bogensport Blog-News
Der Biber fängt mit dem Bogenbau an…
Intuitives Bogenschießen in Bad Staffelstein
Holzzeit - 4 Eiben zu 15 Staves verarbeitet
Wenn der Bogen zerbrochen ist, dann geh ein Bier trinken
Von allen Bäumen besitzt die Eibe den größten und ältesten Reichtum an Mythen und kulturgeschichtlichen Überlieferungen... aus dem Buch "Die Eibe in neuem Licht"

Eibenholz galt bereits im Mittelalter wegen seiner Härte (Kernholz) und Elastizität (Splintholz) als das beste Holz für Bögen.
Die sehr gute Tauglichkeit der Eiben für Langbögen führte zu Übernutzung und (fast)Ausrottung von Eiben. Eibenbögen in England: jedes Handelsschiff, das während des Spätmittelalters in England Handel trieb, musste als "Zoll" eine bestimmte Anzahl an Eibenrohlingem mitbringen. Die Engländer haben damit quasi dafür gesorgt das im ganzen europäischen Raum die Eiben verschunden sind.
Wer Glück hat, bekommt heutzutage einen Eibenstamm von einem Friedhofsgärtner oder hat selbst eine im Garten die gefällt werden muss.
Bogenbauanleitung Bilderserie (man kann die Bilder anklicken):
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Hat man man einen geeigneten Stamm ergattert, wird er wie auf dem Bild zu sehen in (möglichst) 4 Staves aufgespalten und so lange gelagert bis das Holz trocken ist. Die Trockenzeit und Art der Lagerung bzw. Behandlung des Holzrohlings richtet sich nach der jeweiligen Holzart. Eibe sollte langsam getrocknet werden. Möglichst mehrere Jahre. |
Für den Bau eines Bogens sollte man diese Werkzeuge zur Verfügung haben: |
Auf dem Kernholz sollten je nach Dicke und Art des Bogens - Langbogen oder Flachbogen - der (Splint)Jahresringe 1/3 Schichten Splintholz stehen bleiben. In den Schraubstock eingespannt geht es los mit dem freilegen des optimalen Jahresringes. |
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Dieser Stave ist der Traum eines jeden Bogenbauers. 1,85 lang, keine Äste und perfekte Jahresringe. Ich hoffe für mich ein gutes Gelingen. |
Auf diesem Bild ist der Unterschied des harten Eibe Kernholz (dunkel) und dem hellen elastischem Splintholz zu sehen. |
Dieser Bogen wird 4 Ringe Splintholz behalten. Auf den nächsten 3 Bilder sieht man die Splintholzschicht von der Seite. |
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Die Jahresringe im linken Wurfarm sind ca. 0.5mm-1mm dick. |
Die Jahresringe in der Mitte sind ca. 2mm-3mm dick. |
Die Jahresringe im rechten Wurfarm sind ca. 0.5mm-1mm dick. |
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Das freilegen bringt ungeahnte Äste zum Vorschein. |
Hier sieht man das ziemlich wellige Profil... |
...wofür auch manchmal ein Schnitzeisen nötig ist. |
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Der Ring ist freigelegt und nun wird die Kontor aufgezeichnet. Äste, Wellen und kleinere Risse machen das festlegen der besten Konzur sehr schwer. Es hat auch etwas Zeit und Radiergummi gekostet bis ich endlich soweit war. |
Es war zwar nicht viel Material drauf, aber das Risiko mit dem Ziehmesser Holz abzutragen war mir zu hoch. Deswegen mit der alten Scheppach. |
Mit einem gaaaanz fein eigestellten Hobel glätte ich die Seiten. |
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Nachdem der Bogen in der Draufsicht schon aussieht wie ein Langbogen, wird nun die Seitenansicht aufgezeichnet. |
Der Bauch wird nun mit dem Ziehmesser grob abgearbeitet. Auch hier muss man aufpassen das das Holz nicht einreist. |
Das U-Profil habe ich auch bereits grob mit dem Ziehmesser angebracht. |
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Mit dem fein eingestellten Schweifhobel wird der Bogen nun sauber geglättet. Die Wurfarme biegen sich kaum. |
Bevor nun das Tillern beginnt, schleife ich den Bogenrücken-Jahresring sauber. Auch der Radius Rücken-Seite wird angebracht. Er ist nie größer als die Dicke des Jahresringes. |
Da Eibe giftig ist, empfehle ich eine Staubmaske! Die Nadeln, Holz, Rinde und Samen enthalten das herzwirksame Alkaloid Taxin. |
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Der Bogengriff hat leider einen häßlichen Ast zm Vorschein gebracht. Besser gesagt: der Griff wurde genau an diesen Ast verlegt. Der Griff soll deswegen steif bleiben. |
Mit dem Schweifhobel geht es nun langsam in kleinen Schritten weiter bis die Wurfarme sich leicht biegen lassen. |
Währenddessen bilden 1 Million Raupen neben mir ein komisches Gebilde :-) |